KLASSISCHE HOMÖOPATHIE

Grundprinzipien

  • Das Ähnlichkeitsgesetz

Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt (Similia similibus curentur).
Genau gesagt heißt das, dass Substanzen, die bei einem gesunden Menschen bestimmte Krankheitsbeschwerden hervorrufen, ein ähnliches Krankheitsbild bei einem Kranken heilen.

Hier ein Beispiel: Viele Menschen bekommen nach übermäßigem Kaffeegenuss Beschwerden wie Unruhe, Nervosität, Herzklopfen, Schlafstörungen oder Schweißausbrüche.

In der Homöopathie wird Kaffee (Coffea) eingesetzt bei Menschen, die abends übermäßig wach sind, nicht zur Ruhe kommen, wegen tausend Gedanken nicht einschlafen können und evtl. unter nervösen Herzbeschwerden leiden.

Sie zeigen „kaffeeähnliche“ Symptome ohne jedoch Kaffee konsumiert zu haben. Nach einer Gabe Coffea in homöopathischer Verdünnung werden sie zur Ruhe kommen und einschlafen können.

Das Wort Homöopathie setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern

homoios = ähnlich

und

pathos = Leiden, Krankheit

  • Arzneimittelprüfung am Gesunden

Um die Wirkung einer Substanz kennen zu lernen, nehmen sie gesunden Personen ein und beobachten ganz genau, welche Veränderungen an Körper, Seele oder Geist eintreten. Alle Symptome zusammen ergeben das sog. Arzneimittelbild.
Diese Methode wird heute noch angewandt, um neue Mittel für die Homöopathie zu erschließen.
Die homöopathischen Arzneien stammen vor allem aus der Natur. Sie sind größtenteils pflanzlicher, mineralischer oder tierischer Herkunft.

  • Arzneiherstellung durch Potenzierung (Kraftentfaltung)

Am Anfang seiner Tätigkeit verwendete Hahnemann Arzneimittel in der Ursubstanz, was manchmal zu unerwünschten Nebenwirkungen führte.
In seinem Bestreben, effiziente Heilmittel ohne Nebenwirkungen einzusetzen, entdeckte er, dass die Heilkraft des gewählten Mittels zunimmt, wenn dieses in mehreren Stufen verdünnt und nach jedem Verdünnungsschritt verschüttelt oder verrieben wird.
Diese Technik nannte er „Potenzieren“.

Die homöopathischen Arzneien gibt es in sog. D-, C-  und LM-Potenzen, wobei der Buchstabe für den Grad der Verdünnung steht, nämlich 1:10 (D), 1:100 (C) und 1:50.000 (LM bzw. Q)

Die Herstellung aller homöopathischen Arzneien erfolgt nach festgelegten Vorschriften, die im sog. Homöopathischen Arzneibuch HAB festgelegt sind.